Zu einem lebendigen Austausch über unterschiedliche Konzepte und Akzente des künftigen Landrates entwickelte sich der SVZ-Stammtisch gestern Abend im Hotel “Stadt Güstrow”, zu dem die Lokalredaktion einlud. In gut 90 Minuten erklärten die vier Bewerber für das Landratsamt im künftigen Großkreis, wie sie verschiedene Aspekte ihrer Arbeit – wenn sie denn die Gunst der Wähler finden – an der Verwaltungsspitze gewichten wollen.
Identifikation mit neuem Kreis als schwierige Aufgabe
Schwierig werde es allerdings mit einer Identifikation aller Bürger mit ihrem neuen Landkreis, klingt aus den Antworten der Kandidaten heraus. Der Landrat sollte sich da als “Anstifter” sehen, fordert Matthias Crone (CDU), der der Reform “Sinn und Chance” bescheinigen will. Entscheidend sei, die Probleme gemeinsam anzugehen. Die Menschen aber “auf so riesige Räume zu fokussieren ist fast unmöglich”, glaubt dagegen Thomas Leuchert (SPD) und sieht dafür “sehr, sehr viele Jahre” vor sich. Hilfe leisten beim Zusammenführen z.B. der Verbände will Christoph Küsters (DIE LINKE) unbedingt. Dass sich die Bürger auf der Kreisebene identifizieren könnten, halte er dennoch für schwieriger. Steffen Marklein (GRÜNE) sieht den Landrat “ein einheitliches Bild entwerfen und in die ländlichen Räume projizieren”. Und: Er baue darauf, dass die neuen Kreise “jetzt mal Bestand” haben sollten.
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